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Nov
16
18

Preisgestaltung

Liebe Brautpaare, Fotointeressierte und Mitleser,

während unserer Arbeit stoßen wir immer wieder auf den Vorwurf,  Hochzeitsfotografen wären unverhältnismäßig teuer. Oft ist dies nicht böse gemeint – natürlich fragt man sich, wie ein solch hoher Preis zustande kommt. Wir verstehen das.
Da uns Transparenz besonders wichtig ist, versuchen wir in den folgenden Zeilen zu erklären, wie unsere Preise entstehen. 

Wir lieben unseren Job. Es ist eine wunderschöne Arbeit, Menschen, die zueinander gefunden haben, an ihrem ganz besonderen Tag begleiten zu dürfen. Dies dann auch noch auf Fotos verewigen zu können erfüllt uns mit Freude. In diesem Beitrag wollen wir uns in keiner Weise über unsere Arbeit beschweren. Wir möchten nur erklären, wo euer Geld genau hin fließt.
Dies ist unsere persönliche Erfahrung und nur ein Beispiel, natürlich kann es bei anderen Fotografen anders ablaufen. 

 

Das Paket

Als Beispiel nehmen wir eine Buchung für 8 Stunden, für die wir aktuell 1300€ nehmen.  Auf den ersten Blick denkt man hier an einen Stundenlohn von 162,50€, den wir uns beide teilen, also an einen Lohn von 81,25€ pro Stunde pro Fotograf.
Die 8 Stunden sind allerdings nur die Spitze des Eisberges.
Nun schreiben wir euch einmal auf, was noch alles in dem Paket enthalten ist.

  • 1 Stunde Mailverkehr nach der Anfrage. Es folgt eine Terminsuche für das Vorgespräch, ein erstes Angebot wird erstellt, der Vertrag aufgesetzt etc.
  • 2 Stunden Vorgespräch (inkl. An- und Abreise)
  • 1 Stunde Locationcheck 
  • 1 – 2 Stunden An- und Abreise zu eurer Hochzeit
  • 8 Stunden Fotoreportage, Familienfotos, Paarshooting etc.
  • 4 Stunden Einlesen aller Fotos, Sichtung und Auswahlerstellung
  • 10 Stunden Nachbearbeitung der Fotos
  • 1 Stunde exportieren und Bereitstellen der Aufnahmen in Onlinegalerie etc.

Mittlerweile kommen wir auf eine Stundenanzahl von 29 Stunden. Das ergibt einen Stundenlohn von ca. 22,50€ pro Fotograf. 

Hiervon bezahlen wir:

  • Kameraequipment (Wert ca. 10.000€)
  • schneller Computer zur Nachbearbeitung, Back-Up Festplatten etc.
  • Software für Nachbearbeitung (Adobe Photoshop, Adobe Lightroom)
  • Online-Dienste für die Bereitstellung der Bilder
  • Anfahrtskosten
  • Werbung / Marketing
  • Website
  • Fortbildungen
  • Steuer, Versicherung, Alters- und Rentenversicherung
  • Unseren Lebensunterhalt 

Hinzu kommt, dass das Equipment einen Verschleiß hat. Um euch das Beste liefern zu können, muss es alle 3-4 Jahre erneuert werden.

Was man noch berücksichtigen sollte ist, dass ein Hochzeitsfotograf nicht das ganze Jahr über diesen Job ausüben kann. Die meisten Paare heiraten im Sommer, sagen wir von Mai bis Oktober.  Rechnerisch betrachtet sind dies 24 Wochenenden, an denen wir Hochzeiten begleiten. Nehmen wir  an, an jedem Wochenende haben wir eine Hochzeit.
Das wären dann (24×1300€) : 2, also ein Umsatz von 15.600€ brutto. Ohne zusätzliche Arbeiten neben der Hochzeitsfotografie könnten wir also noch nicht einmal davon leben.

Im Winter fotografieren wir freie Projekte, um das Portfolio zu erweitern, bearbeiten kleinere Aufträge, besuchen Fortbildungen und führen Vorgespräche.

Ihr seht also, wir Fotografen arbeiten auch für unser Geld. Natürlich variieren die Preise mitunter stark. In unserer Kalkulation haben wir auch Erfahrungs- und Kunstwert nicht mit einbezogen.

Wir hoffen, wir konnten euch unsere Preisgestaltung näher bringen. Wenn noch Fragen sind, scheut euch  nicht und schreibt uns gerne!

 

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